Die in unmittelbarer Nähe des Teusserbads vorbeiführende ehemalige Römerstraße verband die römischen Niederlassungen im Neckartal mit dem Limes Grenzwall bei Mainhardt. Es ist sicher anzunehmen, dass die Römer schon an der Teusserquelle badeten. Auch im späten 16. Jahrhundert war die Heilkraft der Mineralquelle bekannt und berühmt.
Zu dieser Zeit ließen sich die Löwensteiner Grafen ein Sommerschlösschen in einem kleinen See inmitten der einstigen Kuranlagen bauen. Heute ist das romantisch verwinkelte Teusserschlösschen im Besitz des Teusser Mineralbrunnen.
Verordnet wurde das Wasser der Teusserquelle seinerzeit bei Gicht, Kreislaufbeschwerden sowie Erkrankungen des Verdauungssystems und der Haut. Bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts verabreichte man hier Kuren und medizinische Bäder. Im Gegensatz zu eher noblen Modebädern wie Baden-Baden besuchten das stille Teusserbad bürgerliche Gäste aus den Städten der Umgebung wie Heilbronn, Weinsberg und Öhringen. Besonders im 19. Jahrhundert war das Löwensteiner Teusserbad bekannt und beliebt.
Der Bäder Reiseführer "Die Heilquellen und Molkenkuranstalten des Königreichs Württemberg" lobte1840 die heilende Wirkung der Teusserquellen, bedauerte aber gleichzeitig die geringe Kapazität des Badhotels. Auch der Baedeker für Süddeutschland erwähnte in seinen Ausgaben vor dem Ersten Weltkrieg das Löwensteiner Teusserbad mit seinen "gips und bittersalzhaltigen Quellen." Mit zunehmendem Bädertourismus durch Eisenbahn und Motorisierung konnte das stille, bescheidene Heilbad der Konkurrenz der Großen nicht standhalten.
In den ersten Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts begann die seinerzeitige Brunnenverwaltung mit der Abfüllung des kostbaren Wassers unter dem Markennamen „Teusser Sprudel“. Der Erfolg blieb nicht aus und heute ist der "Felsenquell aus den Löwensteiner Bergen" weit über die Landesgrenzen hinaus ein Begriff und Synonym für bestes Mineralwasser aus einer ganz besonderen Region.
Nach dem Zweiten Weltkrieg startete der Aufbau eines modernen, technisch vorbildlich ausgestatteten Mineralbrunnenbetriebes. Denn die Nachfrage nach Mineralwasser aus Löwenstein wuchs stetig Jahr für Jahr.
Heute werden im Teusserbad jährlich über 100 Millionen Flaschen Mineralwasser, Limonaden, Erfrischungs- und Fruchtsaftgetränke in verbraucherfreundliche, moderne Gebindegrößen abgefüllt und frisch von der Quelle direkt bis zur Verkaufsstelle im Handel und in der Gastronomie gebracht.